Dynamic . Excellence

15. Juli 2016

Rede zur 114. ordentlichen Hauptversammlung der
DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT am 15.07.2016


Es gilt das gesprochene Wort!

Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

auch ich möchte Sie nun im Namen meiner Vorstandskollegen zu unserer 114. ordentlichen Hauptversammlung in Bielefeld herzlich begrüßen.

Heute ist ein außergewöhnlicher Tag für mich. Nach 18 Jahren Tätigkeit für Ihr Unternehmen – davon mehr als 4 Jahre als Mitglied des Vorstands – stehe ich Ihnen nun erstmals als Vorstandsvorsitzender der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT Rede und Antwort. Ich habe diese Aufgabe am 15. April 2016 mit Respekt und Freude angenommen.

Beginnen möchte ich nun mit dem Bericht zum Geschäftsjahr 2015.

Der DMG MORI-Konzern blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015 zurück. Wir konnten in einem volatilen Marktumfeld das beste Ergebnis und den höchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte erzielen.

Hier die wichtigsten Kennzahlen: Der Auftragseingang erreichte 2.282,8 Mio. €. Der Umsatz stieg auf 2.304,7 Mio. €. Auch die Ertragskennzahlen haben wir erneut verbessert: Das EBITDA erhöhte sich um 5% auf 243,1 Mio. €. Das EBIT betrug 185,9 Mio. €. Das EBT stieg um 24% auf 217,3 Mio. €. Das EBT wurde einmalig durch den Gewinn in Höhe von 37,8 Mio. € aus dem Verkauf der Anteile an der DMG MORI COMPANY LIMITED im vierten Quartal positiv beeinflusst. Gleichwohl ist das EBT auch ohne diesen Sondereffekt um 4,2 Mio. € auf 179,5 Mio. € gestiegen. Der Jahresüberschuss im Konzern erreichte 159,6 Mio. € (Vorjahr: 121,1 Mio. €) – eine Steigerung von 32%.

Um Sie, liebe Eigentümerinnen und Eigentümer, angemessen am Unternehmenserfolg zu beteiligen, schlagen Vorstand und Aufsichtsrat unter Tagesordnungspunkt 2 der heutigen Hauptversammlung vor, für das Geschäftsjahr 2015 eine erhöhte Dividende von 0,60 € je Aktie auszuschütten. Dies entspricht einer Dividendenrendite von 1,6%.

Internationale Entwicklung der Werkzeugmaschinenindustrie 2015

Der Weltmarkt für Werkzeugmaschinen war im Jahr 2015 stark von Wechselkursschwankungen beeinflusst. Der Weltverbrauch stieg um 7,2% auf 67,4 Mrd. € (Vorjahr: 62,9 Mrd. €).

In Renminbi berechnet sank der Werkzeugmaschinen-Verbrauch in China, dem weltweit größten Markt, um -11,3%. Die USA, der zweitwichtigste Markt für Werkzeugmaschinen, verzeichneten einen Rückgang in US-Dollar von 15,6%. Im drittgrößten Markt Deutschland stieg der Verbrauch um 5,8%. Japan war mit einem in Yen berechneten Anstieg von 29,0% erneut der wachstumsstärkste Markt. Die japanische Regierung hat im letzten Jahr die Wachstumskraft erneut mit einem Konjunkturprogramm gestärkt. Südkorea verzeichnete in Won berechnet einen Rückgang von 3,9%.

Die Weltproduktion betrug ebenfalls 67,4 Mrd. € (Vorjahr: 62,9 Mrd. €).

Deutsche Werkzeugmaschinenindustrie

Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie verzeichnete im Jahr 2015 stabile Auftragseingänge, eine steigende Produktion sowie steigende Umsätze. Mit 14,9 Mrd. € lagen die Auftragseingänge in Deutschland leicht über dem Niveau des Vorjahres (14,8 Mrd. €; +1,0%). Die Produktion lag mit 13,8 Mrd. € über dem Vorjahresniveau (13,3 Mrd. €). Von den in Deutschland hergestellten Werkzeugmaschinen wurden 68% exportiert.

Bericht zum Geschäftsjahr 2015 des DMG MORI-Konzerns

Der DMG MORI-Konzern kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Es ist uns trotz eines volatilen Marktumfelds gelungen, das beste Ergebnis und den höchsten Umsatz in der Unternehmensgeschichte zu erwirtschaften.

Ein bedeutendes Ereignis war das freiwillige Übernahmeangebot unseres japanischen Partners. Mit der Mehrheitsbeteiligung von 52,54% durch die DMG MORI COMPANY LIMITED im Mai 2015 wurde die seit 2009 bestehende erfolgreiche Kooperation nachhaltig gesichert.

Wir haben uns frühzeitig darauf eingestellt, dass der Markt für Werkzeugmaschinen zunehmend globaler wird. Durch den sukzessiven Ausbau unserer internationalen Marktpräsenz in den vergangenen Jahren sind wir heute gemeinsam mit 164 Vertriebs- und Servicestandorten weltweit auf allen wichtigen Märkten direkt für unsere Kunden erreichbar. Insgesamt sind wir in 76 Ländern präsent.

Meine Damen und Herren, im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir wiederum einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. In dem Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG (01.01.2015 – 31.12.2015) wurden alle Geschäfte zwischen uns und unserem Kooperationspartner analysiert. Dieser Bericht wurde von der KPMG als Abschlussprüfer sowie vom Ausschuss für Geschäfte mit Aktionären (AfGA) und vom Aufsichtsrat jeweils eingehend geprüft. Im Ergebnis wurden alle Geschäfte einstimmig gebilligt.

Auftragseingang

Der Auftragseingang betrug 2.282,8 Mio. € (Vorjahr: 2.331,4 Mio. €).

In Deutschland lagen die Bestellungen bei 785,0 Mio. €. (Vorjahr: 814,5 Mio. €). Im übrigen Europa stieg das Geschäft auf 901,4 Mio. € (Vorjahr: 879,6 Mio. €). In Amerika betrugen die Bestellungen 165,5 Mio. € (Vorjahr: 180,8 Mio. €). In Asien verzeichneten wir einen Auftragseingang von 426,7 Mio. € (Vorjahr: 453,5 Mio. €), davon entfielen 227,2 Mio. € auf China (Vorjahr: 227,8 Mio. €).

Umsatz

Der Umsatz war mit 2.304,7 Mio. € der höchste der Unternehmensgeschichte. Er lag um 75,7 Mio. € bzw. 3% über dem Rekordniveau des Vorjahres (2.229,0 Mio. €). Die Auslandsumsätze stiegen um 6% auf 1.542,6 Mio. €; die Inlandsumsätze beliefen sich auf 762,1 Mio. €. Die Exportquote betrug 67%.

Segmentberichterstattung 2015

Unsere Geschäftsaktivitäten umfassen die Segmente „Werkzeugmaschinen“ und „Industrielle Dienstleistungen“. Die Segmente entwickelten sich wie folgt:

Das Segment „Werkzeugmaschinen“ ist unser Kernsegment und beinhaltet das Neumaschinengeschäft des Konzerns. Der Umsatz belief sich auf 1.264,5 Mio. € (Vorjahr: 1.258,4 Mio. €) und erreichte einen Anteil von 55% (Vorjahr: 56%).

Das Segment „Industrielle Dienstleistungen“ hatte einen Anteil von 45% (Vorjahr: 44%). Insgesamt erreichte der Umsatz 1.040,0 Mio. € (Vorjahr: 970,4 Mio. €).

Die „Corporate Services“ hatten einen Umsatzanteil von weniger als 1%.

Auftragsbestand

Am 31. Dezember 2015 betrug der Auftragsbestand im Konzern 884,2 Mio. €. Daraus ergibt sich bei den „Werkzeugmaschinen“ eine rechnerische Reichweite von durchschnittlich etwa vier Monaten.

Ertragslage 2015

Der DMG MORI-Konzern konnte seine Ertragskennzahlen gegenüber dem Vorjahr erneut verbessern und hat das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte erzielt: Das EBITDA erhöhte sich um 5% auf 243,1 Mio. € (Vorjahr: 232,5 Mio. €); das EBIT betrug 185,9 Mio. € (Vorjahr: 182,6 Mio. €). Das EBT stieg um 24% auf 217,3 Mio. € (Vorjahr: 175,3 Mio. €). Das EBT wurde einmalig durch den Gewinn in Höhe von 37,8 Mio. € aus dem Verkauf der Anteile an der DMG MORI COMPANY LIMITED im vierten Quartal positiv beeinflusst.
Gleichwohl ist das EBT auch ohne diesen Sondereffekt um 4,2 Mio. € auf 179,5 Mio. € gestiegen. Der Jahresüberschuss im Konzern erreichte 159,6 Mio. € (+32%; Vorjahr: 121,1 Mio. €).

Das Ergebnis je Aktie beträgt 1,90 € (Vorjahr: 1,41 €).


Nun zur DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT:

Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT hat Management- und Holdingfunktionen. Das Ergebnis beruht im Wesentlichen auf den Erträgen aus den inländischen Tochtergesellschaften und Beteiligungserträgen. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT schließt das Geschäftsjahr 2015 mit einem Jahresergebnis von 47,1 Mio. € ab (Vorjahr: 55,0 Mio. €). Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr beläuft sich der Bilanzgewinn auf 48,8 Mio. € (Vorjahr: 45,1 Mio. €).

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der heutigen 114. Hauptversammlung gemäß Tagesordnungspunkt 2 vor, den Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

  • Ausschüttung von 47.290.796,40 € an die Aktionäre durch Zahlung einer Dividende von 0,60 € je Aktie sowie
  • den verbleibenden Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 1.477.894,99 € auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachfolgend einige Erläuterungen zum Jahresabschluss 2015:

  • Die Bilanzsumme stieg auf 2.283,9 Mio. € (Vorjahr: 2.229,8 Mio. €).
  • Auf der Aktivseite reduzierte sich das Anlagevermögen um 68,2 Mio. € auf 742,7 Mio. € (Vorjahr: 810,9 Mio. €). Die langfristig gebundenen Forderungen und Sonstigen Vermögenswerte stiegen auf 103,7 Mio. € (Vorjahr: 69,1 Mio. €). Die kurzfristigen Forderungen und Sonstigen Vermögenswerte reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr um 13,9% auf 363,1 Mio. €.

Die flüssigen Mittel erhöhten sich zum Bilanzstichtag auf 552,1 Mio. € (Vorjahr: 433,0 Mio. €). Das entspricht einem Anteil von 24,2% an der Bilanzsumme (Vorjahr: 19,4%).

  • Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital um 91,4 Mio. € bzw. 7,2% auf 1.357,5 Mio. € (Vorjahr: 1.266,1 Mio. €). Der Jahresüberschuss in Höhe von 159,6 Mio. € erhöhte das Eigenkapital, während die Dividendenausschüttung im Mai 2015 in Höhe von 43,4 Mio. € zu einer Reduzierung führte. Die Eigenkapitalquote betrug 59,4% gegenüber 56,8% im Vorjahr. Das langfristige Fremdkapital verringerte sich leicht um 1,0 Mio. € auf 131,4 Mio. € (Vorjahr: 132,4 Mio. €).
  • Der Finanzmittelüberschuss beläuft sich auf 500,3 Mio. € (Vorjahr: 380,8 Mio. €).
  • Der Free Cashflow war mit 32,0 Mio. € positiv (Vorjahr: 86,1 Mio. €).
  • Die Investitionen in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte lagen mit 130,6 Mio. € unter dem Vorjahr (136,9 Mio. €). Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen lagen mit 57,2 Mio. € über dem Vorjahresniveau (49,9 Mio. €).​
    • Im Mittelpunkt der Investitionen standen 2015 folgende Großprojekte in Russland: Unser weltweit modernstes Produktionswerk in Ulyanovsk wurde planmäßig fertiggestellt und am 29. September 2015 eingeweiht. Bei der Investition konnten wir unter dem ursprünglich geplanten Budget bleiben. Der Bau unseres neuen Technologie- und Solution-Centers in Moskau verlief ebenfalls plangemäß.
    • Auch in Asien bauen wir unsere Marktpräsenz weiter aus. In Südkorea, dem weltweit fünftgrößten Markt für Werkzeugmaschinen, verlief der Bau unseres neuen Technologie- und Solution-Centers in Seoul planmäßig.
  • Gemeinsam mit unserem japanischen Partner haben wir im Berichtsjahr 18 Weltpremieren auf 75 internationalen Messen und Hausausstellungen präsentiert und damit unsere Innovationskraft erneut unter Beweis gestellt.
  • Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen 45,9 Mio. € (Vorjahr: 44,1 Mio. €).
  • Zum Jahresauftakt präsentierte DMG MORI beim Open House in Pfronten 76 Hightech-Maschinen; auf der CIMT in Beijing waren es 33. Auch auf der EMO in Mailand fanden unsere 40 Maschinen – darunter 10 Weltpremieren – große Resonanz.

Im Zeitalter von Industrie 4.0 legen wir den Fokus vor allem auf integrierte Technologie- und Softwarelösungen. Mit CELOS bieten wir unseren Kunden schon jetzt das Schlüsselelement für eine vernetzte intelligente Produktion. CELOS ist kompatibel mit anderen Systemen wie PPS oder ERP und ermöglicht die Vernetzung mit CAD/CAMAnwendungen. Wie bei einem Smartphone hat der Bediener über ein Multi-Touch-Display direkten Zugriff auf aktuell 16 APPs. Sowohl an der Steuerung als auch mit einer CELOS-PC-Version können Auftrags-, Prozess- und Maschinendaten verwaltet, dokumentiert und visualisiert werden. CELOS ist damit ein wesentlicher Bestandteil der intelligenten Produktion der Zukunft.

Eine weitere konkrete Anwendung für Industrie 4.0 ist eine mit Sensorik ausgestattete Werkzeugmaschine. So können wir permanent den Zustand der Maschine überwachen. Prozessparameter werden mit Hilfe der CELOS-App „Condition Analyzer“ visualisiert. Die aufgenommenen Daten werden in einer übergeordneten Cloud-Architektur aufbereitet, gespeichert und final analysiert.

Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal sind die 24 exklusiven DMG MORI Technologiezyklen. Mit diesen Softwarelösungen für eine einfache Realisierung komplexer Bearbeitungen setzen wir Meilensteine für die Produktion der Zukunft. Durch interaktive und benutzerfreundliche Anwendungen verkürzt sich die Programmierzeit für unsere Kunden um bis zu 60%.

Im Bereich Advanced Technologies legen wir den Fokus auf das Additive Manufacturing. Mit diesem einzigartigen Hybridverfahren bieten wir unseren Kunden neue Möglichkeiten: Laserauftragsschweißen und 5-Achs-Fräsen in einer Maschine – intelligent kombiniert.

Unser Angebot im Segment „Industrielle Dienstleistungen“ haben wir in allen Bereichen weiter optimiert. Mithilfe der DMG MORI LifeCycle Services maximieren unsere Kunden die Produktivität ihrer Werkzeugmaschinen über den gesamten Lebenszyklus – von der Inbetriebnahme bis zur Inzahlungnahme als Gebrauchtmaschine.

Die Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 296. Damit waren am 31. Dezember 2015 7.462 Mitarbeiter im Konzern beschäftigt (Vorjahr: 7.166). 320 davon waren Auszubildende (Vorjahr: 248). Im Segment „Werkzeugmaschinen“ haben wir hauptsächlich an unserem Standort in Ulyanovsk Neueinstellungen vorgenommen. Auch der aufstrebende Bereich Advanced Technologies bei der SAUER GmbH wurde personell gestärkt.

Der Personalaufbau im Segment „Industrielle Dienstleistungen“ erfolgte insbesondere in unseren lokalen Vertriebs- und Servicegesellschaften in Deutschland, Italien, Frankreich, Afrika und Indien sowie bei der DMG MORI Spare Parts.

Der Personalaufwand erhöhte sich um 39,4 Mio. € auf 545,5 Mio. € (Vorjahr: 506,1 Mio. €). Die Personalquote betrug 23,2% (Vorjahr: 22,4%).

An dieser Stelle möchte sich der Vorstand bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren engagierten und kompetenten Einsatz bedanken. Zusammen mit unserem japanischen Partner sind wir strategisch gut aufgestellt. Die kulturelle Vielfalt im DMG MORI-Konzern sichert uns zusätzliche Impulse und Know-how. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir mit unserer gemeinsamen Begeisterung für die Welt der Werkzeugmaschinen von Morgen die vor uns liegenden Herausforderungen meistern werden!


DMG MORI-Aktie

Die Aktie der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT verzeichnete ein Plus von 61,2%. Damit entwickelte sich Ihr Wertpapier deutlich besser als der Kapitalmarkt. Der MDAX stieg im gleichen Zeitraum um 22,5%.

Die Marktkapitalisierung stieg im Berichtsjahr um 1.149,2 Mio. € bzw. 62% auf 3.001,4 Mio. € (Stichtag: 30.12.2015).
In das Börsenjahr 2015 startete die Aktie mit 23,63 € (02.01.2015). Der Jahres-Schlusskurs lag bei 38,08 € (30.12.2015). Mit Ankündigung des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots durch die DMG MORI COMPANY LIMITED am 21. Januar 2015 verzeichnete die Aktie einen Kurssprung von 12,6% auf 28,82 €. Nach Ablauf des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots am 13. April 2015 hielt die DMG MORI COMPANY LIMITED zunächst eine Mehrheitsbeteiligung von 52,54%. Im Rahmen der Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2015 hat die DMG MORI COMPANY LIMITED am 10. Februar 2016 mitgeteilt, dass ihre Beteiligung zum 31. Dezember 60,67% betrug.

Am 6. April 2016 hat die DMG MORI COMPANY LIMITED bekanntgegeben, dass sie die von ihr unmittelbar und mittelbar gehaltene Beteiligung an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT auf 76,03% erhöht hat. Weiterhin hat sie im Rahmen einer Aufsichtsratssitzung darüber informiert, dass sie den Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags plant. Vor diesem Hintergrund hatte sich der Vorstand der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat entschlossen, die für den 6. Mai 2016 einberufene Hauptversammlung auf einen späteren Termin zu verschieben. Darüber hinaus hat am 6. April 2016 Dr. Rüdiger Kapitza nach 20 Jahren sein Amt als Vorstandsvorsitzender niedergelegt. Er ist im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Er hat die Erfolgsgeschichte Ihres Unternehmens mit hohem Engagement vorangetrieben – es gestärkt, global ausgerichtet und die Kooperation mit unserem Partner maßgeblich geprägt.

Am 2. Juni 2016 haben die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und die DMG MORI GmbH einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Unter Punkt 7 der heutigen Hauptversammlung schlagen Vorstand und Aufsichtsrat vor, diesem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zuzustimmen. Er wird erst nach der Zustimmung durch die heutige Hauptversammlung und mit Eintragung in das Handelsregister wirksam. Die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und die DMG MORI COMPANY LIMITED stehen dann nach Inkrafttreten des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages unter einheitlicher Führung.

Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag stellt die geplante Integration insgesamt auf eine gesicherte rechtliche Grundlage. Mit dem heute zu Ihrer Zustimmung anstehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag unterstellt sich die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT der Leitung durch die DMG MORI GmbH. Die DMG MORI GmbH ist eine 100%-ige Tochter der DMG MORI COMPANY LIMITED und hält gemäß der Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juni 2016 nunmehr 76,03% der Aktien an der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Die DMG MORI COMPANY LIMITED hat eine Patronatserklärung abgegeben, in der sie sich verpflichtet, uneingeschränkt und unwiderruflich dafür Sorge zu tragen, dass die DMG MORI GmbH finanziell in der Lage ist, ihre Verpflichtungen aus diesem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag uneingeschränkt zu erfüllen.

Der vorliegende Vertrag sieht vor, dass der gesamte Gewinn der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT an die DMG MORI GmbH abgeführt wird – vorbehaltlich der Bildung oder Auflösung von Rücklagen nach näherer Maßgabe des Vertrages. Im Gegenzug verpflichtet sich die DMG MORI GmbH, etwaige Verluste unserer Gesellschaft vollständig auszugleichen.

Den Aktionären steht zukünftig eine sogenannte „Garantiedividende“, also ein jährlicher Ausgleich in Höhe von 1,17 € brutto zu bzw. 1,03 € netto – nach Körperschaftsteuer und vor persönlicher Einkommensteuer. Diejenigen Aktionäre, die sich gegen einen Verbleib in der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT entscheiden, erhalten für die Übertragung ihrer Aktien eine Abfindung in Höhe von 37,35 €. Eine solche Übertragung können Sie als unsere Aktionäre grundsätzlich innerhalb von zwei Monaten nach Bekanntmachung der Eintragung des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages in das Handelsregister geltend machen. Einzelheiten – auch zu einer möglichen Verlängerung der Frist – können Sie dem in der Einladung zur heutigen Hauptversammlung abgedruckten Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag entnehmen.

Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag ist im Einzelnen in dem gemeinsamen, vom Vorstand der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und der Geschäftsführung der DMG MORI GmbH nach § 293a AktG erstatteten schriftlichen Bericht rechtlich und wirtschaftlich erläutert.


Sehr geehrte Eigentümerinnen und Eigentümer,

nach Auffassung des Vorstands und des Aufsichtsrats ist der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag aus mehreren Gründen vorteilhaft. Ich möchte Ihnen nun weitere Informationen – insbesondere zur Bewertung – geben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass meine hierfür notwendigen Ausführungen zum Teil technisch sind.

Seit Beginn der strategischen Partnerschaft zwischen der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und der DMG MORI COMPANY LIMITED haben wir die Zusammenarbeit kontinuierlich ausgeweitet. Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag setzt den rechtlichen Rahmen zur weiteren Vertiefung der Kooperation und zur Schaffung eines integrierten DMG MORI-Konzerns. Nach Inkrafttreten des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wird es möglich sein, weitere Optimierungen zu erreichen – etwa im Bereich unserer Produktlinien oder weltweiten Produktionskapazitäten. Im Einkauf können wir Skaleneffekte realisieren und den Bereich der Spare Parts optimieren. Durch die Vereinheitlichung der IT-Systeme und Prozesse werden zunächst Einmalkosten anfallen. Doch kann die zeit- und ressourcenaufwendige Prüfung und Dokumentation jedes einzelnen Integrationsschrittes zukünftig entfallen.

Ich darf Ihnen nun die Höhe der von der DMG MORI GmbH festgelegten Barabfindung erläutern. Da es sich bei der Unternehmensbewertung, die der Festlegung vorausgegangen ist, um einen äußerst komplexen Prozess handelt, möchte ich mich auf die wesentlichen Eckpunkte beschränken. Im Übrigen verweise ich auf die gutachterliche Stellungnahme der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PKF sowie den Prüfungsbericht des gerichtlich bestellten Vertragsprüfers Ebner Stolz.

Zur Barabfindung: Der von der BaFin ermittelte volumengewichtete Durchschnittskurs von 37,35 € je Aktie der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT im relevanten Drei-Monats-Zeitraum vor unserer Adhoc-Meldung vom 6. April 2016 bildet hier die untere Grenze.

PKF hat ergänzend in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung zur Ermittlung der Barabfindung eine Unternehmensbewertung nach dem Ertragswertverfahren durchgeführt. Dies erfolgte nach den Grundsätzen zur Durchführung von Unternehmensbewertungen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland in der Fassung vom 2. April 2008, dem sogenannten IDW S1. Das Ertragswertverfahren hat zu einem Unternehmenswert je Aktie in Höhe von 25,14 € geführt. Ebner Stolz hat die Angemessenheit dieses Betrages bestätigt. Er liegt deutlich unterhalb des von der BaFin ermittelten volumengewichteten Durchschnittskurses. Die Abfindung orientiert sich nach der Rechtsprechung deshalb an dem von der BaFin ermittelten Durchschnittskurs und beträgt 37,35 €.

Das Ertragswertverfahren beruht darauf, dass sich der Wert eines Unternehmens im Wesentlichen nach den Überschüssen richtet, die vom Unternehmen in Zukunft an die Anteilseigner ausgeschüttet werden können.

Basis dieser Unternehmenswertermittlung von PKF ist die Prognose der künftigen operativen Ergebnisbeiträge, die um das Zinsergebnis ergänzt werden. Weiterhin werden bei der Ableitung der finanziellen Überschüsse die Ertragsteuern des Unternehmens abgezogen. Von den danach verbleibenden Überschüssen werden angemessene und notwendige Thesaurierungsbeträge abgesetzt. Auf die Ausschüttungen werden typisierte persönliche Ertragsteuern der Anteilseigner berücksichtigt.

Die erwarteten künftigen Überschüsse wurden auf Grundlage der konsolidierten Planungsrechnung der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT ermittelt; diese wurde zuletzt im Mai 2016 überarbeitet und nach oben angepasst. Dabei wurden zwei Phasen unterschieden: Die Detail-Planungsphase I umfasst die Geschäftsjahre 2016 bis 2018. Nach dem Übergangsjahr 2019 haben wir in der Planungsphase II für die ewige Rente ein Ergebnis angesetzt, das im langfristigen Durchschnitt für erzielbar gehalten wird.

Für die Unternehmensbewertung ist neben der Einschätzung der Ergebnisaussichten auch der Kapitalisierungszinssatz von wesentlicher Bedeutung. Dies ist der Zinssatz, mit dem erwartete künftige Ergebnisse auf den Bewertungsstichtag – das ist der heutige Tag der beschlussfassenden Hauptversammlung – abgezinst werden.

Der Kapitalisierungszinssatz orientiert sich an der erwarteten Rendite der im Vergleich zum Bewertungsobjekt äquivalenten, alternativen Kapitalverwendung. Vereinfacht gesagt: Es geht darum, welche Rendite ein Investor in die Aktie der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT in Anbetracht des allgemeinen Zinsniveaus für sichere Festzinsanlagen sowie des mit diesem Investment verbundenen Risikos erwarten würde.

Ausgangspunkt für den Kapitalisierungszinssatz ist zunächst der Basiszinssatz, der sich aus der Zinsstrukturkurve von Staatsanleihen ableitet. Unter Zugrundelegung der Daten der Deutschen Bundesbank lag dieser Basiszinssatz bei Abschluss der Bewertungsarbeiten von PKF bei 1,0% vor persönlicher Einkommensteuer. Unter Berücksichtigung der pauschalierten Abgeltungsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag ergab sich daraus ein Basiszins von 0,74% nach Steuern.

Zur Berücksichtigung der verschiedenen Risiken zwischen einer Anlage in risikobehaftete Aktien und der Anlage in risikolose Wertpapiere wurde der Basiszinssatz um einen Risikozuschlag erhöht. Die Risikoprämie wurde auf Basis des sogenannten Tax Capital Asset Pricing Models ermittelt. Sie besteht aus der mit dem sogenannten Beta-Faktor gewichteten Marktrisikoprämie unter Berücksichtigung der persönlichen Einkommensteuer.

Diese Marktrisikoprämie wurde mit 5,5% nach persönlichen Ertragsteuern angesetzt. Sie orientiert sich an aktuellen Empfehlungen des Fachausschusses für Unternehmensbewertung und Betriebswirtschaft beim IDW.

Mit dem Betafaktor wird zusätzlich das unternehmens- und branchenspezifische Risiko berücksichtigt. Ein Beta >1,0 deutet hierbei auf überdurchschnittliches Risiko hin; ein Beta <1,0 entsprechend auf unterdurchschnittliches Risiko. Im vorliegenden Fall ist der Betafaktor mit 1,0 angesetzt worden. Das heißt: Unsere Aktie weist gegenüber dem Betafaktor anderer vergleichbarer Unternehmen – der sogenannten Peer Group – kein erhöhtes Risiko auf und liegt sogar am unteren Ende der Bandbreite.

Zur Plausibilisierung des nach dem Ertragswertverfahren bestimmten Unternehmenswertes hat PKF ergänzend eine vergleichende Marktbewertung anhand des Multiplikatorverfahrens vorgenommen. Dies basiert auf einer vergleichenden Preisbestimmung in dem Sinne, dass geeignete Multiplikatoren aus Kapitalmarktdaten börsennotierter Vergleichsunternehmen abgeleitet und auf das zu bewertende Unternehmen übertragen werden. Dabei wurden dieselben Vergleichsunternehmen verwendet, wie für die Peer Group im Rahmen der Ableitung des Betafaktors – nämlich u.a. die Makino Milling Machine Company, Okuma Corporation und Tornos S.A. Es wurden hierzu Umsatz- und EBITDAMultiplikatoren herangezogen. Als Ergebnis der vergleichenden Marktbewertung hat PKF festgestellt, dass der fundamentale, nach dem Ertragswertverfahren abgeleitete Unternehmenswert oberhalb des jeweiligen Durchschnitts liegt, der sich aus der Bewertung mit diesen Multiplikatoren ergibt. Im Vergleich ist der ermittelte Ertragswert von 25,14 € sogar relativ hoch.

Im Gesamtergebnis bleibt es daher für die Abfindung bei dem höheren von der BaFin ermittelten volumengewichteten Durchschnittspreis pro Aktie in Höhe von 37,35 €.

Der im Ertragswertverfahren bestimmte Unternehmenswert von 25,14 € je Aktie der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wurde auch bei der Festlegung des jährlichen Ausgleichs zugrunde gelegt. Dieser Unternehmenswert wurde verrentet. Die Höhe des Zinssatzes resultiert aus dem mit der Ausgleichszahlung verbundenen Risiko für den Empfänger. Als Zinssatz wurde der Mittelwert zwischen risikolosem Basiszinssatz und dem risikobehafteten Kapitalisierungszinssatz in Höhe von 4,202% verwendet.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

ich hoffe, ich konnte Ihnen die wesentlichen Bewertungsaspekte für die Abfindungs- und Ausgleichszahlung transparent erläutern.


Abschließend zum Geschäftsjahr 2015:

Der Vorstand hat Ihnen ergänzende Angaben im Lage- und im Konzernlagebericht nach §§ 289 Abs. 4, Abs. 5, § 315 Abs. 4 HGB vorgelegt, die wir auch über das Internet allgemein zugänglich gemacht haben. Weitere Einzelheiten können Sie dem Geschäftsbericht entnehmen, der am Informationsstand direkt vor dem Zugang zum Saal für Sie bereit liegt.


Nun zu unseren Zahlen des 1. Quartals 2016, dem Ausblick für das 1. Halbjahr 2016 und das laufende Geschäftsjahr:

Der Jahresauftakt verlief für DMG MORI plangemäß: Mit unserer Traditions-Hausausstellung in Pfronten sind wir gut gestartet. Unsere Bilanz: ein Auftragseingang von 190,8 Mio. € und 681 verkaufte Produkte. Über 9.000 internationale Fachbesucher trugen zu einem Besucher- Rekord bei. Auf der METAV in Düsseldorf (23.-27. Februar 2016) haben wir 177 Maschinen und Serviceprodukte im Wert von 39,7 Mio. € verkauft.

Der Auftragseingang erreichte im ersten Quartal 591,6 Mio. € und lag damit in etwa auf dem Vorjahresniveau (587,2 Mio. €). Im Segment „Werkzeugmaschinen" beliefen sich die Bestellungen auf 328,5 Mio. € (Vorjahr: 321,9 Mio. €). Das Segment „Industrielle Dienstleistungen“ verbuchte einen Auftragseingang von 263,0 Mio. € (Vorjahr: 265,2 Mio. €).

Der Umsatz erreichte im ersten Quartal 541,4 Mio. € und lag damit über dem Vorjahreswert von 538,4 Mio. €. Im Segment „Werkzeugmaschinen“ erhöhte sich der Umsatz um 25,0 Mio. € auf 297,9 Mio. € (Vorjahr: 272,9 Mio. €). Der Umsatz im Segment „Industrielle Dienstleistungen“ betrug 243,4 Mio. € (Vorjahr: 265,4 Mio. €).

Der Auftragsbestand betrug am 31. März 2016 im Konzern 927,9 Mio. € (31.12.2015: 884,2 Mio. €). Von den vorliegenden Bestellungen entfallen 62% auf das Ausland. Bei den „Werkzeugmaschinen“ ergibt sich aus dem Auftragsbestand eine rechnerische Reichweite von durchschnittlich etwa vier Monaten.

Die Ertragslage entwickelte sich zum 31. März 2016 wie folgt: Das EBITDA betrug wie im Vorjahr 42,4 Mio. €, das EBIT belief sich auf 28,0 Mio. € (Vorjahr: 30,0 Mio. €) und das EBT erreichte 25,8 Mio. € (Vorjahr: 27,9 Mio. €). Der Konzern weist zum 31. März 2016 ein Ergebnis nach Steuern von 18,1 Mio. € aus (Vorjahr: 19,5 Mio. €).

Nun zu den vorläufigen Zahlen des ersten Halbjahrs 2016. Den Zwischenbericht mit den finalen Zahlen zum ersten Halbjahr werden wir am 28. Juli 2016 veröffentlichen.

Der Auftragseingang liegt im zweiten Quartal mit rund 560 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 616,1 Mio. €. Der Rückgang beruht auf von uns vorgenommenen Stornierungen aufgrund nicht erhaltener Anzahlungen. Ohne diese Maßnahme läge der Auftragseingang über dem Vorjahresniveau. Im ersten Halbjahr liegt der Auftragseingang bei ca. 1.150 Mio. € (Vorjahr: 1.203,3 Mio. €).

Der Umsatz liegt sowohl im zweiten Quartal als auch im ersten Halbjahr ungefähr auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 551,8 Mio. € bzw. 1.090,2 Mio. €).

Das EBT beträgt im zweiten Quartal voraussichtlich rund 35 Mio. € (Vorjahr: 37,8 Mio. €) und liegt zum ersten Halbjahr bei ca. 60 Mio. € (Vorjahr: 65,7 Mio. €).


Zum Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2016:

Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen soll im Jahr 2016 nur verhalten wachsen. Das britische Wirtschaftsforschungsinstitut Oxford Economics geht in seiner aktuellen Prognose vom April 2016 nur noch von einem Wachstum des Weltverbrauchs von 1,9% auf 68,7 Mrd. € aus. Wie schon in den Vorjahren wurde die Prognose vom Oktober 2015 von +4,1% deutlich nach unten korrigiert; dieses Jahr aktuell um 2,2 Prozentpunkte.

Wir gehen davon aus, dass die Entwicklung einzelner Märkte weiterhin stark voneinander abweicht. Auch der Wettbewerbs- und Margendruck wird zunehmen. Unsere Marktposition als ein weltweit führender Hersteller spanender Werkzeugmaschinen wollen wir weiter festigen und ausbauen.

Vom 23. bis 27. Mai 2016 fand die Metalloobrabotka in Moskau statt. Mit einem Auftragseingang von 17,9 Mio. € und 82 verkauften Maschinen zieht DMG MORI eine positive Bilanz der für den russischen Markt wichtigen Leitmesse. Am 23. Mai – dem ersten Tag der Metalloobrabotka – eröffneten wir zudem unser neues, innovatives Technologie- und Solution- Center in Moskau.

Vom 14. bis 17. Juni 2016 präsentierte DMG MORI auf dem Open House Bielefeld zukunftsstarke Technolgien und neueste Entwicklungstrends. Im Zeichen von Industrie 4.0 konnten Fachbesucher die digitalisierten Produktionswelten von Morgen in der Praxis erleben.

Im aufstrebenden Geschäftsbereich der Advanced Technologies haben wir unseren ULTRASONIC-Technologiestandort in Idar-Oberstein erweitert. Mit der Einweihung am 29. Juni 2016 wurde der Ausbau moderner Produktions- und Logistikkapazitäten abgeschlossen.

In dem für uns wichtigen asiatischen Markt Südkorea setzen wir Akzente mit der Eröffnung unseres neuen Technologie- und Solution- Centers am 9. November 2016.

Impulse erwarten wir von den Herbstmessen für Werkzeugmaschinen, der IMTS in Chicago, der AMB in Stuttgart und der JIMTOF in Tokio.

Unsere 10 Neuentwicklungen 2016 werden auf insgesamt 63 internationalen Messen und Hausausstellungen die gebündelte Innovationskraft von DMG MORI unter Beweis stellen.

Wir werden unsere internationale Marktpräsenz intensivieren und unseren Technologievorsprung weiter ausbauen. Gemeinsam wollen wir unser Produktprogramm straffen und unsere weltweiten Produktionskapazitäten optimieren. Auch im Bereich Qualität werden wir durch unsere „First Quality Strategie“ neue Maßstäbe setzen.

Den Fokus unserer Forschung und Entwicklung legen wir auf die Weiterentwicklung von CELOS sowie modernen Industrie 4.0-Anwendungen. Digitalisierung ist für uns eines der Kernthemen der Zukunft. Wir verfügen über die Technologien und Produkte für Industrie 4.0 und das notwendige Prozess-Know-how. Mit unseren Technologie- und Softwarelösungen treiben wir Innovationen ganzheitlich voran und setzen Meilensteine in der Werkzeugmaschinen-Branche. Wir werden unser globales Industrie-4.0-Team weiter verstärken und unsere führende Position bei den Zukunftstechnologien ausbauen. In Zukunft kommt es nicht nur darauf an, Hightech-Maschinen zu entwickeln. In Zukunft steht DMG MORI noch viel stärker als bisher für Softwarekompetenz und ganzheitliche Technologielösungen.


Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

für das Geschäftsjahr 2016 bestätigen wir erneut unsere Prognose wie folgt: Wir erwarten einen leicht besseren Auftragseingang als im Vorjahr und planen wiederum einen Umsatz von rund 2,3 Mrd. €. Das EBT wird wohl deutlich unter dem hohen Niveau des Vorjahres liegen, das durch den Sondereffekt aus dem Verkauf der Anteile an der DMG MORI COMPANY LIMITED geprägt war. Zudem gehen wir von einem leicht verbesserten positiven Free Cashflow aus.


Meine sehr geehrten Damen und Herren,

Durch das weitere Zusammenwachsen mit unserem japanischen Partner als „Global One“ Company werden wir auch zukünftig unsere Wettbewerbsposition weiter stärken und von der kulturellen Vielfalt in den einzelnen Ländern und Märkten profitieren. Wir sind davon überzeugt, dass Sie, unsere Eigentümer, und auch unsere Kunden, Lieferanten, Geschäftspartner sowie natürlich unsere Mitarbeiter von der weiteren Integration profitieren werden. Innovationen sind nur möglich, wenn man den Mut hat, neue Wege zu beschreiten und wenn man neuen Impulsen gegenüber offen ist. Dafür braucht man die richtigen Mitarbeiter, die mit der richtigen Mentalität die richtigen Akzente setzen. Ich bin mehr denn je davon überzeugt, dass wir diese an Bord haben. DMG MORI ist ein tolles Unternehmen. Mit der Begeisterung für unseren gemeinsamen Konzern werden wir die Herausforderungen der Zukunft meistern. Denn davon profitieren wir alle langfristig!

Aber auch Ihr Vertrauen, liebe Eigentümerinnen und Eigentümer, in uns und unsere Arbeit ist uns Verpflichtung und Motivation. Meine Vorstandskollegen und ich möchten Ihnen versichern, dass wir alles daran setzen werden, den DMG MORI-Konzern noch innovativer und kundennäher auszurichten. Als „Global One“ Company beginnt für DMG MORI ein neues Kapitel unserer traditionsreichen Unternehmensgeschichte – die Voraussetzungen dafür sind geschaffen!

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und gebe nun das Wort zurück an den Versammlungsleiter.

Christian Thönes
Vorsitzender des Vorstands
15. Juli 2016

  • Disclaimer, Hinweis zu den zukunftsbezogenen Aussagen
    Zukunftsbezogene Aussagen: Diese Pressemitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen beruhen auf den heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen des Managements. Sie unterliegen Risiken, Ungewissheiten und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Verhältnisse einschließlich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT wesentlich von denjenigen abweichen oder negativer ausfallen als diejenigen, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden. Die Geschäftstätigkeit von der DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT unterliegt einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten, die auch dazu führen können, dass eine zukunftsgerichtete Aussage, Einschätzung oder Vorhersage unzutreffend wird. Sollten Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sollten die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, sich als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen als erwartet, antizipiert, beabsichtigt, geplant, angestrebt, geschätzt oder projiziert genannten Ergebnissen abweichen. Zukunftsbezogene Aussagen sind nicht als Garantie oder Zusicherung der darin genannten zukünftigen Entwicklungen oder Ereignisse zu verstehen.

    Es gibt zwei Unternehmen die unter „DMG MORI“ firmieren: die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT mit Sitz in Bielefeld, Deutschland, und die DMG MORI COMPANY LIMITED mit Sitz in Nagoya, Japan. Dieser Bericht bezieht sich ausschließlich auf die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT. Ist in diesem Bericht vom „DMG MORI-Konzern“ die Rede, meint dies ausschließlich die DMG MORI AKTIENGESELLSCHAFT und ihre Konzernunternehmen.

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Geschäftsbericht 2017

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Magazin 1/2018



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